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    Auf zum Ehrenamtstag nach Rust!

    Am Freitag, den 7. Dezember 18 fährt der Kreisjugendring mit seinem Bus in den Europa Park nach Rust. Fahrt und Eintritt sind kostenlos mit gültiger Juleica! Anmeldung unter Tel. 0751-21081
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Aktuelle Infos des Kreisjugendrings

Demographischer Wandel – das kritische Jahrzehnt hat bereits begonnen

arbeitsgruppeIn Arbeitsgruppen wurde über die Thesen des Vortrags lebhaft diskutiert. Foto: Landratsamt BiberachAbwarten gilt nicht!
Fachtag zur Zukunft der Jugendarbeit mit Ehrenamtlich in der Jugendarbeit Tätigen hat in Biberach stattgefunden. 

"Die Jahre bis 2025 müssen dringend genutzt werden, um die bereits stark rückläufige Altersgruppe der unter 21-Jährigen zielgerichtet und umfassend zu fördern". Dies ist eine der grundlegenden Aussagen des Berichts zur Kinder- und Jugendhilfe im demografischen Wandel, den Dr. Ulrich Bürger vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, kurz KVJS, im Rahmen der Veranstaltung „Zukunft Jugendarbeit“ im Landratsamt Biberach am 20. April 2013  vorstellte. Der Fachtag, an dem neben Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen aus der Jugendarbeit auch zahlreiche Kommunalpolitiker teilgenommen haben, sollte als Impulsveranstaltung dienen um die Herausforderungen für die Jugendarbeit in den Blick zu nehmen.

56 Personen haben den Samstagvormittag genutzt um sich mit der Zukunft der Gesellschaft und insbesondere mit der Zukunft der Jugendarbeit zu beschäftigen. Der Referent Dr. Ulrich Bürger ist der Experte für den demographischen Wandel in Deutschland und beherrscht Zahlen und Analysen auf bemerkenswerte Art und Weise. 

Um das Gehörte mit den eigenen Erfahrungen zu verknüpfen wurde anschließend an den Vortrag in drei Kleingruppen anhand von konkreten Fragen diskutiert. Es wurde deutlich, dass die Probleme, die der demografische Wandel auch in Bezug zur Jugendarbeit hervorrufen wird, bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern angekommen ist. Die Komplexität des Themenbereichs wurde wahrgenommen und auch die Schlussfolgerung, dass losgelöste Einzelmaßnahmen keine Wirkung zeigen werden. Es gilt ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das alle Lebensbereiche betrachtet und für das der Landkreis, die Gemeinden und die Vereine zusammenarbeiten.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation der Kreisjugendringe Biberach und Ravensburg, dem Landratsamt Biberach und Jugend Aktiv Biberach e.V. organisiert. Die Initiatoren haben einen ersten Impuls gegeben. 

Die wesentlichen Fakten des Vortrags von Dr. Bürger vom KVJS und die Ergebnisse der Workshopgruppen stellen wir hier auf unserer Homepage zur Verfügung. 

>>>> weiterlesen: KJR Artikel - Abwarten gilt nicht

Abwarten gilt nicht

fachtag

Am Samstag, den 20. April 2013 haben wir zusammen mit mehreren Partnern einen Fachtag  speziell für Ehrenamtlich Aktive im Landratsamt Biberach organisiert. 56 Personen haben den Samstagvormittag genutzt um sich mit der Zukunft der Gesellschaft und insbesondere mit der Zukunft der Jugendarbeit zu beschäftigen. Der Referent Dr. Ulrich Bürger ist der Experte für den demographischen Wandel in Deutschland und beherrscht Zahlen und Analysen auf bemerkenswerte Art und Weise. 

Um das Gehörte mit den eigenen Erfahrungen zu verknüpfen wurde anschließend an den Vortrag in drei Kleingruppen anhand von konkreten Fragen diskutiert. Es wurde deutlich, dass die Probleme, die der demografische Wandel auch in Bezug zur Jugendarbeit hervorrufen wird, bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern angekommen ist. Die Komplexität des Themenbereichs wurde wahrgenommen und auch die Schlussfolgerung, dass losgelöste Einzelmaßnahmen keine Wirkung zeigen werden. Es gilt ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das alle Lebensbereiche betrachtet und für das der Landkreis, die Gemeinden und die Vereine zusammenarbeiten.

Die wesentlichen Fakten des Vortrags von Dr. Bürger vom KVJS und die Ergebnisse der Workshopgruppen stellen wir hier auf unserer Homepage zur Verfügung. 

Für die Zusammenfassung und die Fotos möchten wir uns bei Gertraud Koch - Kreisjugendpflegerein beim Landratsamt Biberach sehr herzlich bedanken. 

1. Zusammenfassung zu Erkenntnissen der KVJS Studie aus dem Vortrag Dr. Bürger

  • Kinder und Jugendliche als zunehmend „knappes Gut“ in einer alternden Gesellschaft
  • Das Paradox: es wird weniger Kinder und Jugendliche geben, das Engagement und die Investitionen für Kinder und Familien muss jedoch mehr werden.
  • Kinder und Familien sind mehr denn je auf die Unterstützung und Förderung durch eine breite bürgerschaftliche und (kommunal-) politische Lobby angewiesen.
  • Der Zeitraum 2010 bis 2020 wird als das „kritische Jahrzehnt“ gesehen.Hier sind vor allem die Altersgruppe der 15-18Jährigen stark vom Rückgang betroffen.
  • Jugendarbeit = Bildung, kein anderer Sektor kann diese Bildungsleistung aufbringen
  • Keine( r ) darf verloren gehen. Die Anstrengungen zu einer frühzeitigen, umfassenden und breiten Förderung und Bildung aller jungen Menschen müssen dringend intensiviert werden.
  • Volkswirtschaftliche und sozialpolitische Aspekte werden zu „Grabenkämpfen“ der gesellschaftlichen Schichten führen

2. Herausforderungen und Perspektiven des Arbeitsfeldes Kinder- und Jugendarbeit

  • Mobilität von jungen Menschen und Angeboten Neujustierung von zentralen und dezentralen Arbeitsschwerpunkten und Vernetzung (Angebote am Schulstandort, Angebote in der kleinen Kommune, Unterstützung von Jugendlichen selbst organisierten Jugendtreffs, mobile Angebote)
  • Veränderungen struktureller Rahmenbedingungen - die kräftigen Rückgänge der älteren Jahrgänge werden gerade im ländlicheren Raum tendenziell Mehraufwand in Logistik und Organisation zur Aufrechterhaltung adäquater Angebotsstrukturen erzeugen.
  • Ressourcen ehrenamtlich tätiger Jugendlicher und junger Volljähriger werden infolge der demografischen Dynamik und der steigenden Anforderungen im Bildungssektor tendenziell schrumpfen. 
  • Obwohl weniger Jugendliche und Ehrenamtliche, trotzdem verstärkter Aufwand für die „Pflege“ dieser zentralen Ressource. 
  • partielle Kompensation rückläufiger Ressourcen Ehrenamtlicher durch Professionelle.
  • => im demografischen Wandel gewinnt die Absicherung einer hinreichend tragfähigen professionellen Basisstruktur an Bedeutung = Paradox: mehr professioneller Aufwand für weniger junge Menschen. 
  • weiterer Aspekt: Bedeutungszuwachs Stadt- und Gemeindegrenzen überschreitender Kooperationen und kreisweit angelegter planerischer Koordination. 
  • Veränderungen der konzeptionellen Ausrichtung der Jugendarbeit (Altersgruppen, Kooperation Schule, Förderung/ Unterstützung/Arbeit mit jungen Menschen aus sozial benachteiligten Lebenslagen und jenen mit Migrationshintergrund, politische Bildung, Angebote und Projekte im intergenerativen Dialog. 

Ein Fazit in 4 Thesen von Dr. Ulrich Bürger

  • Kinder- und Jugendarbeit steht wie kein anderes Feld der Kinder- und Jugendhilfe vor gravierenden Herausforderungen im demografischen Wandel – sicherlich auch unter legitimatorischen Apekten. 

  • der demografische Wandel ändert jedoch überhaupt nichts am originären Bildungsauftrag und den spezifischen Kompetenzen und Aufgaben der Kinder- und Jugendarbeit, die von keinem anderen gesellschaftlichen Bereich auch nur annähernd ersetzt werden könnten – Kinder- und Jugendarbeit ist und bleibt unverzichtbarer Bestandteil kommunaler sozialer Infrastruktur.

  • in der Gesamtschau der absehbaren Veränderungen in den strukturellen Rahmenbedingungen und der Optionen konzeptioneller Modifizierungen der Kinder- und Jugendarbeit erschließt der demografische Wandel der Sache nach keinerlei Spielräume für eine „demografische (Einsparungs-) Rendite“ – schon gar nicht in Landkreisen mit vergleichsweise geringer Ausstattung in der Ausgangslage der personellen Ressourcen.

  • dabei wird es allerdings entscheidend darauf ankommen, dass die Akteure im Feld die sich abzeichnenden Veränderungen frühzeitig und offensiv aufgreifen und die Ausrichtung ihrer Angebote im Sinne zukunftsträchtiger Weiterentwicklungen gestalten und dies auch fach- und kommunalpolitisch kommunizieren

Abwarten gilt nicht !! 

 

arbeitsgruppeIn Workshops wurde im Anschluss an den Vortrag diskutiert.3. Ergebnisse der Arbeit in den Workshops

Frage 1: Was war für Sie überraschend am Vortrag?

  • erstaunlich: so schnelle Auswirkungen = das kritische Jahrzehnt
  • Bedeutung des „Bildungsauftrags“ der Jugendarbeit war für manche TN neu
  • Überraschend: so wenige Hauptamtliche im Landkreis Biberach
  • Unterschiedliche Ausprägungen des demographischen
  • Jugendarbeit hat Legitimationsprobleme, aber „Altenförderung“ ist Muss-Aufgabe

  • Vernetzung und Kooperation zwischen den Gemeinden.
  • Rückgang Anzahl Jugendlicher?


Welche Bedenken und Sorgen haben die TeilnehmerInnen in Bezug auf die Zukunft der Jugendarbeit? Welche Herausforderungen sehen Sie?

  • Was soll Ehrenamt noch alles machen? Verein aufrechterhalten, mit Schule kooperieren?
  • Neue Angebote aufbauen? Vernetzung? Kooperation? Was bekommt Ehrenamt dafür?
  • Ressourcen in den Gemeinden vor Ort zum Aufbau der Strukturen der Jugendarbeit fehlen.
  • Gruppenangebote kommen immer weniger zustande 
  • Angebote bündeln = Kooperation von Angeboten 
  • Höheren Stellenwert für das Ehrenamt
  • Jugendarbeit attraktiv machen
  • Finanzielle Möglichkeiten prüfen
  • Ehrenamtliche als Jugendleiter finden wird schwierig.
  • Viele Anforderungen auf Jugendliche und die Frage: „Was mache ich als erstes?“
  • Verzahnung zur Schule ist wichtig. Curriculum muss so aufgebaut sein, dass sozialeKompetenzen gefördert werden

Frage 2 Was brauchen Jugendliche für ein gesundes Aufwachsen?

  • Ein funktionierendes, annehmendes Elternhaus (mit Geborgenheit, Wärme, Struktur)
  • Platz in der Gesellschaft „Verortung“ und „Sinn“
  • Soziale Kontakte, Freunde, Familie 
  • Gut funktionierende Peergroups
  • Verlässliche Strukturen und Bezugspersonen, vor allem außerfamiliär da größere Akzeptanz
  • „Vorbilder“
  • ZEIT!!!
  • weniger Leistungsdruck
  • Rückzugsmöglichkeiten
  • Verständnis zwischen den Generationen
  • Geborgenheit
  • Sicherheit (soziale & emotionale
  • Perspektiven 
  • gute Betreuung und Begleitung, Ansprechpartner
  • Mitsprache und dafür Wege/Strukturen als Organisationshilfe
  • vielfältige Angebote
  • Anerkennung
  • Räume mit geeigneten Rahmenbedingungen (auch selbstverantwortet)
  • wertschätzende Lernorte (Schule, Jugendarbeit)
  • Vertrauen
  • Orientierung, Werte, Normen
  • Klare Grenzen
  • Gesellschaftliche Akzeptanz denn „Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen (afrikanisches Sprichwort)“

veranstalterDie Initiatioren vom Fachtag „Zukunft Jugendarbeit“ sind sichtlich mit der Veranstaltung zufrieden. Frage 3: Was muss/kann Jugendarbeit leisten?

  • gemeinsame Angebote bzw. Angebote abstimmen
  • Gute Ausbildung für Gruppenleiter usw.
  • Neue Zielgruppen einbinden und ansprechen
  • Weg vom „Kirchturmdenken“ auch in den Vereinen der Jugendarbeit
  • Fusionen von Vereinen? Frage der Besetzung von Vorstandsämtern
  • Gemeinschaftsgefühl fördern und damit Attraktivität erhöhen
  • Basis für soziale Netzwerke
  • Standortfaktor
  • Bereitschaft der Vereine sich zu öffnen auch für sozial Schwächere (Vereinsbeiträge, …)
  • Bewusstsein nachhaltig für Kooperation = praktisch umsetzen nicht gegeneinander, sondern miteinander 
  • Attraktivität steigern, Anerkennungskultur fördern 
  • vielfältige Möglichkeiten der Begegnung auch außerhalb Schule = sich nicht funktionalisieren lassen
  •  „Ehrenamtspflege“ und Anreiz für Ehrenamtliche 
  • Bedarf ermitteln um passende Angebote zu planen

Welche Rahmenbedingungen sind notwendig?

  • Keine „Kirchturmpolitik“. Stichwort Gesamtschau sowohl gemeindeübergreifend als auch institutionsübergreifend
  • Strukturen vor Ort
  • Koordination & Kooperation
  • Ansprechpartner für Koordination und Vernetzung
  • Akzeptanz auf breiter Ebene zum Ausbau (auch hauptamtlich) der Jugendarbeit
  • Ausreichendes und gutes (geschultes) Personal
  • Ressourcen (finanziell für Ausbildung, Materialien, Aktionen und für Räume)
  • Lobby in politischen Gremien
  • höheren Stellenwert für das Ehrenamt, Kindheit und Jugend ist mehr als Kompetenzerwerb, es besteht ein einseitiger Bildungsbegriff auch bei den Eltern

    pdf>>>> Protokoll zum Download 
    doc>>>> Pressemitteilung vom Zukunftstag Jugendarbeit 

4. Wie geht`s weiter? 

Am Fachtag haben sich12 Personen gemeldet, die an der Weiterarbeit am Thema interessiert sind. Ein 1. Treffen ist für Donnerstag, den 16. Mai 2013 um 18:00 Uhr im Landratsamt Biberach geplant. Eine Einladung mit Tagesordnung erfolgt separat. 

Der Dank fürs Protokoll und die Fotos geht an Gertraud Koch - Kreisjugendpflegerein beim Landratsamt Biberach.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation organisiert. Die Kontakte zu den einzelnene Ansprechparntern finden Sie hier: 

kontaktleister


Digitale Lebenswelten Jugendlicher

3292899689 e2a741fb4c zFoto: Flickr veröffentlicht unter einer creative commons lizenzAn Facebook kommt man derzeit nicht vorbei: Egal, ob man dort aktiv ist oder nicht, sieht, hört und liest man doch überall davon. Besonders für Jugendliche ist dieses und andere Soziale Netzwerke meist ein elementar wichtiger Bestandteil ihres Alltags und ihrer Freizeit, mehrmals täglich loggen sie sich via Computer oder Smartphone ein.

Was bedeutet das für pädagogisch Verantwortliche?
Wie gehe ich im Jugendhaus, bei der Gruppenstunde im Jugendverband, oder im Elternhaus mit dieser Thematik um?
Wie lässt sich ein verantwortungsbewusster, selbstbestimmter Umgang mit diesem Medium fördern und welche Informationen und Anleitungen benötigen Kinder und Jugendliche dazu?

Um auf diese und weitere Fragen Antworten zu erhalten haben wir in Kooperation mit dem aha Tipps & Infos für junge Leute einen Vortrag in Ravensburg veranstaltet.

Referent war Björn Friedrich, Medienpädagoge aus München. Er arbeitet bei SIN - Studio im Netz und ist Co-Autor von "Das Facebook-Buch für Eltern". 

Hier gibts den Vortrag von Björn Friedrich zum nochmal anschauen und durchklicken



>>>> Das Facebook Buch für Eltern 
>>>> mehr üper das Medienverhalten Jugendlicher in der aktuellen JIM Studie 

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