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FDP-Innenpolitiker Strasser besucht das Demokratiezentrum Oberschwaben - „Enorm wichtige Arbeit“

Mit einem breit entwickelten Beratungs-, Vernetzungs- und Projektangebot ist das Demokratiezentrum Oberschwaben die zentrale Schnittstelle für die Extremismus Prävention und demokratische Bildung von Kindern und Jugendlichen in der Region. Über die Arbeit und Herausforderungen des von den Kreisjugendringen Ravensburg und Biberach getragenen Zentrums hat sich der FDP Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Ravensburg, Benjamin Strasser, im Rahmen seiner diesjährigen Sommertour informiert.

„Unser wichtigster Arbeitsschwerpunkt ist die Extremismus Prävention für Jugendliche vor Ort. Dafür gehen wir beispielsweise mit Workshops und Planspielen an die Schulen im Landkreis. Dort können wir unsere Zielgruppen unmittelbar erreichen“, erläuterte Christian Netti, DZ Oberschwaben. Damit solle vor allem auch die Zivilcourage gestärkt werden, bei extremistischen Vorkommnissen einzuschreiten, ergänzte Stefanie Nandi, KJR RV . „Wir wollen bei jungen Menschen den Mut schaffen, bei Grenzüberschreitungen nicht wegzusehen, sondern aktiv dazwischen zu gehen oder Hilfe zu holen“, so Friederike Höhendorf, DZ Oberschwaben. Dies gelte auch bei Vorkommnissen im Internet, wo die Radikalisierung junger Menschen rasant zunehme. Für die Zukunft will das Demokratiezentrum deshalb noch niedrigschwelligere Angebote an die jugendliche Zielgruppe machen. „Wir möchten neben den Schulen weitere Schnittstellen zu Jugendlichen wie zum Beispiel die Sportvereine stärker nutzen. Dort, wo sich Kontaktmöglichkeiten bieten, wollen wir mit unseren Angeboten präsent sein“, sagte Tanja Beck, KJR RV.  

Der FDP-Abgeordnete Benjamin Strasser verwies darauf, dass er als Mitglied im Innenausschuss und dem Untersuchungsausschuss zum Breitscheidplatzanschlag des Bundestages immer wieder mit dem Thema Extremismus konfrontiert sei. „Effektive Prävention wird immer wichtiger werden. Gerade in den vergangenen vier Jahren konnte man erleben, dass die politische Radikalisierung immer neue Höhepunkte erreicht hat. Ich teile die Einschätzung, dass gerade im Internet rasante Radikalisierungsspiralen entstehen, die sehr gefährlich werden können.“ Er verwies darauf, dass bei mehreren terroristischen Ereignissen in den vergangenen Jahren, eine Selbstradikalisierung im Internet der Auslöser für die Tat gewesen sei. Der Staat müsse darauf richtige Antworten finden, so der Innenpolitiker. „Ein wohnortnahes, niedrigschwelliges Angebote wie das Demokratiezentrum leistet – gerade bei uns im ländlichen Raum – enorm wichtige Arbeit, um extremistische Tendenzen bei Jugendlichen effektiv zu verhindern. Mir ist wichtig, dass derartige Initiativen auf eine verlässliche finanzielle Grundlage gestellt werden und mit ausreichend Personal arbeiten können“, betonte Benjamin Strasser.

Foto KJR Strasser

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