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Erstes Kinderhearing in Schlier

Am 2.4.2019 fand das erste Kinderhearing der Gemeinde Schlier statt.

Ganz unter dem Motto "Was gibt´s Was braucht´s"nahmen insgesamt 30 Kinder teil,DSC 0019
besucht wurden dabei die 4. Klassen der Grundschule Schlier und Unterankenreute. 

Los ging es nach der Begrüßung mit einem Warm-up, dem Vier-Ecken-Spiel. Die Kinder sollten sich nach verschiedenen Kriterien sortieren, beispielsweise dem Wohnort, ob sie die Vereine in der Gemeinde nutzen und ob sie sich etwas unter dem Begriff "Kinderbeteiligung" vorstellen können. Im Anschluss gab es außerdem einen Input zum Thema Kinderrechte und anschließend wurde ein Kurzfilm gezeigt, der das Thema „Heimat“ aufgriff.

Anhand der Dorfkarte von Schlier sollten die Kinder ihre Lieblingsorte sowie Orte, an denen sie sich nicht so gerne aufhalten und Orte, an denen dringen etwas verändert werden sollte, mit Smileys und Pins markieren. Hier konnte man genau sehen, mit welch offenen Augen die Kinder durch die Gemeinde gehen. An der Station „Your Voice for Schlier“ ging es darum, ein kleines Video zu drehen. Hier hatten die Kinder die Möglichkeit, ganz konkret zu benennen, was für sie Heimat ist. Die Kinder konnten auch ihr Heimatgericht aufmalen, sodass am Ende aus den verschieden Gerichten ein spezielles Schlier-Kochbuch entstehen kann. An der Malstation konnten die Kinder kreativ sein und all ihre Wünsche, Lieblingsorte, Verbesserungsvorschläge, Anregungen zum Ferienprogramm usw. aufs Papier zu bringen. Auffallend war hier, dass die Kinder gerne in Schlier leben und vor allem die Vorzüge auf dem Land mit den vielen Grünflächen sehr schätzen. Als positiv empfinden die Kinder auch die vielen Fahrradwege, den Fußballplatz, das Ferienprogramm und die vielen verschiedene Vereine. Handlungsbedarf sehen sie vor allem bei den Spielplätzen in der Gemeinde. Sie wünschen sich mehr Spielgeräte auch für ältere Kinder, weniger Müll auf den Spielplätzen und dass die Autos langsamer durch die Ortschaften fahren.

Die Kinder hatten auch die Möglichkeit, der Bürgermeisterin Fragen zu stellen. Diese wurde dann auch eifrig genutzt mit Fragen wie „Haben Sie Kinder, wie alt sind Sie, haben Sie Haustiere, warum sind Sie Bürgermeisterin geworden und welche Aufgaben hat man als Bürgermeisterin usw.?". Frau Liebmann nahm sich sehr viel Zeit für die Beantwortung der Fragen. Frau Nandi vom Kreisjugendring gab zum Ende für die SchülerInnen einen Ausblick, wie es nun mit den Ergebnissen vom Kinderhearing weitergeht. Denn erst jetzt geht es mit der Arbeit los! Hier betonte sie vor allem, dass die Kinder im Mittelpunkt stehen und somit auch an der Umsetzung von einzelnen Projekten mitwirken sollen.

Die Stellwände mit den Ergebnissen und Bildern werden im Rathaus in Schlier ausgestellt. Außerdem werden die Ergebnisse voraussichtlich am 2. Juli dem neu gewählten Gemeinderat und interessierten BürgerInnen präsentiert. Das Kinderhearing war eine sehr gelungene Veranstaltung, die verdeutlicht, wie wichtig es ist, auch Kinder in der Kommune zu Wort kommen zu lassen bzw. dass Kinder auch schon in ihrem "zarten Alter" sehr realistische Vorstellung von ihrer Gemeinde haben.

Das Kinderbeteiligungsprojekt wurde vorbereitet und durchgeführt von der Bürgermeisterin Frau Liebmann, Hauptamtsleiter Herr Holzhofer, Frau Ludescher (FSJ an der GS Unterankenreute) und von Stefanie Nandi (Jugendreferentin beim Kreisjugendring Ravensburg).

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