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Freistellungsmöglichkeiten für Ehrenamtliche in der Jugendarbeit

Diagramm Gesetz EhrenamtNur ein Drittel der Ehrenamtlichen im Landkreis Ravensburg kennt das „Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts in der Jugendarbeit“. Das kam bei der Umfrage zur Zukunft der Jugendarbeit heraus. Grund genug, an dieser Stelle über die Möglichkeiten des Gesetzes zu informieren.

 

Was regelt das Gesetz?

Mit dem Gesetz haben Ehrenamtliche in der Jugendarbeit Anspruch auf sogenannte Freistellung. Das heißt sie können sich zur Ausübung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten oder für Fortbildungen von ihrem Arbeitgeber freistellen lassen.

 

Für welche ehrenamtlichen Tätigkeiten wird eine Freistellung gewährt?

Für die Tätigkeit in Zeltlagern, Jugendherbergen und Begegnungsstätten, in denen Jugendliche vorübergehend betreut werden, sowie bei sonstigen Veranstaltungen, bei denen Kinder und Jugendliche betreut werden. Zur Teilnahme an Aus- und Fortbildungslehrgängen, für Juleica-Schulungen, zur Leitung von internationalen Jugendbegegnungen, zur Teilnahme an Aus- und Fortbildungslehrgängen für Übungsleiter und Trainer im Jugendbereich des Sports.

 

Für wen kommt eine Freistellung in Frage?

Für alle Beschäftigten über 16 Jahre, die in Baden-Württemberg in einem Dienst-, Arbeits-, Ausbildungs- oder sonstigen arbeitnehmerähnlichen Verhältnis (z.B. Freiwilliges Soziales Jahr) stehen. 

 

Wer beantragt die Freistellung?

Anträge auf Freistellung sind von der Organisation zu stellen, für welche die Antragsteller ehrenamtlich tätig sind.

 

Wie viele Tage im Jahr stehen mir zu?

Der jährliche Freistellungsanspruch beträgt bis zu 10 Tage, bei Auszubildenden bis zu 5 Tage. Der Freistellungsanspruch kann auf max. 3 Veranstaltungen verteilt werden.

 

Wann muss ich eine Freistellung beantragen?

Der Antrag auf Freistellung ist mindestens einen Monat vor Beginn der Maßnahme beim Arbeitgeber einzureichen. Wir empfehlen, den Gesetzestext (siehe unten) miteinzureichen, um den Arbeitgeber über den Anspruch aufzuklären

 

Erhalte ich eine Lohnfortzahlung während der Freistellung?

Ein Anspruch auf Lohnfortzahlung besteht nicht.

 

Kann ein Antrag abgelehnt werden?

Sofern nicht dringend betriebliche oder dienstliche Belange entgegenstehen, ist die Freistellung zu gewähren. Allerdings ist in der Gesetzesbegründung dargelegt, dass bei der Interessenabwägung zwischen den Dienst-, Arbeits- oder Ausbildungsstellen und den Organisationen der Jugendarbeit „den Belangen der Jugendarbeit in besonderer Weise Rechnung zu tragen“ ist. Das bedeutet, dass vor allem während der Schulferien eine Versagung in der Regel nur in Betracht kommt, wenn durch die Freistellung eine schwerwiegende Gefährdung betrieblicher oder dienstlicher Interessen droht.

 

Der Gesetzestext ist hier abrufbar

pdfAntragsformular zur Freistellung

pdfInfoflyer zum Gesetz

Zu den Umfrageergebnissen

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