Im Jugendhaus gibt´s viel zu lernen PDF Druckbutton anzeigen?

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 03. November 2011

Geschrieben von: Matthias Hellmann am Dienstag, 25. Oktober 2011

in KJR Artikel - Veranstaltungen

Ein vom Kreisjugendring Ravensburg initiierter Fachtag, der an die gemeinsame Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen appellierte, fand am Montag, den 17.10.2011 an der PH in Weingarten statt.

„Kinder und Jugendarbeit ist und bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil kommunaler Infrastrutkur!“ zu diesem Fazit kommt Dr. Ulrich Bürger am Ende seines Vortrags zu den Auswirkungen des Demografischen Wandels im Rahmen eines Fachtags, der am Montag an der PH in Weingarten stattfand.

Dr. Stefan Bormann während seines Vortrags auf dem FachtagDr. Stefan Bormann während seines Vortrags zur Lage und Zukunft der Kinder und Jugendarbeit in Baden-Württemberg. „Auch wenn in den nächsten Jahren in manchen Landkreisen der Anteil, der unter 21-jährigen teilweise um bis zu 25 % zurückgeht, bleibt es umso wichtiger in den Bereich der außerschulischen Angebote für Kinder und Jugendliche zu investieren. Vor allem im ländlichen Raum.“, so Dr. Bürger vom Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) weiter.

Bei der ehrenamtliche Arbeit im Sportverein, dem organisieren von Freizeitangeboten und Hüttenwochenden mit Jugendtreffs, beim organisieren von Zeltlagern, beim Leiten einer Jugendgruppe, beim organisieren von Konzerten im Jugendhaus bei all diesen Aktivitäten lernen Kinder und Jugendliche Dinge, die sie in der Schule so nicht lernen.

„Kein Anderer Akteur im Bildungsbereich ist im Stande dies abzudecken“ stellte Dr. Stefan Bormann, von der Fachhochschule Landshut und Mitwirkender einer vom  Landesjugendamt anerkannten Expertise zur „Lage und Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg“ in seinem Vortrag fest. „Verantwortung für sich und Andere zu übernehmen“, „mitzubestimmen“, „Sich für seine Anliegen einzusetzen“: Das Alles sind Potentiale, die die offene Kinder- und Jugendarbeit bietet. Sich dieser Potentiale bewusst zu sein, und aktiv an der Neugestaltung des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen im 21. Jahrhundert mitzuwirken, war sein dringlicher Appell an die rund 160 Fachbesucher aus Jugendhäusern, Schulsozialarbeit und aus Jugendreferaten.

Martin Bachhofer von der AGJF während des Workshop zum Thema Image unserer Arbeit.Martin Bachhofer von der AGJF während des Workshop zum Thema Image unserer Arbeit.Wie sich diese Rolle dann ausgestalten lässt, daran wurde am Nachmittag ganz konkret  gearbeitet. Workshopangebote mit dem Titel „Schule und Jugendarbeit - Erfolgsfaktoren
für gelingende Kooperation“, oder „Image – wie transportieren wir die Potenziale unserer Arbeit“ waren angeboten und schufen Raum für Diskussion, Positionierung und Austausch von Ideen, Projekten und Aktionen. Denn die Praktiker/innen vor Ort in Jugendhäusern oder als kommunale Jugendreferenten sehen sich häufig noch konfrontiert mit „Vorurteilen“, Imageproblemen, herausfordernden Zielgruppen, mangelnder Unterstützung/Anerkennung bei Politik und Verwaltung oder mit unzureichenden Rahmenbedingungen.

Der Fachtag wurde vom Kreisjugendring Ravensburg, zusammen mit den Arbeitsgemeinschaft der Jugendfreizeitstätten (AGJF), der Akademie der Jugendarbeit, der Kinder und Jugendagentur Sigmaringen, den Jugendreferaten Biberach und Tuttlingen und der Pädagogischen Hochschule Weingarten veranstaltelt.

Dr. Ulrich Bürger vom KVJS stellt die Folien seines Vortrags zum Dowload zur Verfügung. 

pdfFolien des Vortrags von Dr. Ulrich Bürger